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Aktuelles

26.04.2018

Mit Bekanntmachung vom 26.04.2018 tritt der Bebauungsplan mit Grünordnung „Zanderstraße“ aufgestellt nach § 13b BauGB der Gemeinde Sulzberg in Kraft. Nach mehreren Sitzungen im Marktgemeinderat, in denen man sich auf die Erschließungskonzeption und die Baustruktur verständigt hat, konnte der Planentwurf am 09.04.2018 als Satzung beschlossen werden.

 

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Der Bebauungsplan weist ca. 36 Wohnbaugrundstücken zur Deckung des örtlichen Bedarfs nach Wohnraum aus. Dabei wird ein differenziertes Angebot an Ein- und Zweifamilien- sowie auch an Reihenhäusern geschaffen.

Der Marktgemeinderat hat sich bewusst für Höhen- und Dachfestsetzungen entschieden die sich an der umliegenden Bebauung orientieren. So weist die im nördlichen Bereich gelegene Reihenhausbebauung die gleiche Höhe wie der gegenüberliegende Bestand auf. Hier sind zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss möglich. Diese Grundstücke werden durch ein Wohnungsunternehmen geplant und entwickelt. Das gesamte Plangebiet wird durch die einheitlich gewählte Dachform (Satteldach) ein homogenes Ortsbild erzeugen. Die Gebäudehöhenfestsetzung in Kombination mit den festgelegten Dachneigungen erlauben im Bereich der Einfamilienhausbebauung eine volle Zweigeschossigkeit mit einem flachen Satteldach, aber auch die klassische Variante mit einem Erdgeschoss und einem ausgebauten Dachgeschoss mit Kniestock. Für letztere Variante sind zusätzlich Dachaufbauten sowie Wiederkehre und Zwerchgiebel zulässig. Der Bereich schließt sich somit nicht nur räumlich und funktional, sondern auch baustrukturell an den nördlich angrenzenden Ortsteil Öschle und dessen Wohnbebauung an. Die Marktgemeinde hat mit der Wahl des Bebauungsplanes gemäß § 13b BauGB erstmals das durch die Städtebaurechtsnovelle 2017 eingeführte Instrument des beschleunigten Verfahrens für Außenbereichsflächen genutzt. Der Planungsprozess konnte somit durch die gesetzlichen Vorgaben, z. B. der nicht notwendigen Erstellung eines Umweltberichtes mit Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung, vereinfacht sowie beschleunigt werden.

 

 

23.03.2018

Nach einer intensiven Planungsphase und regen Diskussionen in zahlreichen Projektgruppensitzungen der Teilnehmergemeinschaft Jedesheim wurde nun der Vorentwurf zur Neugestaltung des Marienplatzes sowie umliegender Straßenzüge von Vorstandschaft und Stadtrat einstimmig verabschiedet. Das Planungsgebiet umfasst die Straßenzüge Illertissener Straße, Am Marienplatz, Brunnenstraße, Am Anger, Pfarrer-Steiner-Straße, Kirchenstraße sowie die Einmündung des Herrenstettener Weges. Herzstück der Planung ist der Marienplatz. Mit dem Erwerb eines größeren Grundstücks und dem Abbruch der darauf stehenden alten Lagerhalle durch die Stadt wurde der Weg freigemacht für eine neue städtebauliche und freiraumplanerische Konzeption in der Dorfmitte von Jedesheim. Als Glücksfall für den Ort erweisen sich die Pläne der Dorfladen-Genossenschaft, den im Rahmen der Nachverdichtung am Platz vorgeschlagenen Neubau eines Hauses zu realisieren. Das neue Gebäude soll im Erdgeschoss den Dorfladen mit Dorfcafé aufnehmen, das Ober- und Dachgeschoss sollen zu behindertengerechten, barrierefreien Wohnungen ausgebaut werden. Der an den Neubau anschließende neue, multifunktionale Dorfplatz soll in hochwertigem Naturstein und wassergebundener Decke ausgeführt werden. Eine Pergola vor dem Café, kleinere Zierbäume, ein Brunnen und Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen auf dem Platz ein. Der Maibaum wird von seinem bisherigen Standort auf dem Parkplatz der Gemeindehalle in die zentrale neue Dorfmitte geholt. Die auf dem südlichen Marienplatz stehende Mariensäule wird durch die geplante Neugestaltung mit kleinem wassergebundenem Platz,  Staudenbeeten und Sitzmöglichkeiten weiter aufgewertet. Lesen Sie dazu auch das Presseecho in der Illertissener Zeitung vom 24.03.2018 (PDF-Download) und der Südwestpresse vom 27.03.2018.

 

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Abb.: 3D-Skizze zur Neugestaltung des Marienplatzes in Jedesheim

22.02.2018

Holzbewohnende Käfer, in Fachkreisen als xylobionte Käfer bezeichnet, rücken immer stärker in den Fokus der Eingriffsplanung. So ist zum Beispiel der Juchtenkäfer, ein großer Rosenkäfer, der sein ganzes Leben in einem einzigen Baum verbringt, über das Projekt Stuttgart 21 auch für eine breitere Öffentlichkeit zu einer gewissen Berühmtheit gelangt und stellvertretend für diese Artgruppe. Daher werden auch bei Instrumenten der Eingriffsplanung, z.B. bei der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung, der FFH-Verträglichkeitsprüfung oder auch der Umweltverträglichkeitsprüfung, xylobionte Käfer mehr als bisher berücksichtigt. Aus diesem Grund hat sich das LARS consult–Team Mitte Januar 2018 Unterstützung von einem der führenden Spezialisten Bayerns für xylobionte Käfer, Herrn Dr. Jürgen Schmidl aus Nürnberg, geholt. Bei einer bürointernen Fortbildung vermittelte Herr Dr. Schmidl einen Tag lang spannende Fakten rund um das Thema xylobionte Käfer, erklärte am Baum, worauf bei der Bewertung zu achten ist und vermittelte Einblicke in die Welt dieser besonderen Käfergruppe. Unser Büro ist nun noch besser in der Lage, Lebensräume auch dieser Artgruppe sicher zu identifizieren.

 

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Abb. links: Hr. Dr. Jürgen Schmidl (links im Bild) bei der Fortbildung mit LARS-Mitarbeiter/innen; Abb. rechts: Larve des Juchtenkäfers

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