Auftraggeber: Gemeinde Gmund am Tegernsee
Bearbeitungs-/Realisierungszeitraum: 2010 bis 2014
Leistungsbild nach HOAI: 1-4

Kennzahlen: Gemeindegebiet 34,41 km²

 

lars-consult-fnp-gmund

 

 

Projektbeschreibung

Die Gemeinde Gmund liegt am nördlichen Ufer des Tegernsees und ist aufgrund ihrer Lage am landschaftlich reizvollen Alpenrand einem hohen Siedlungs- und Erholungsdruck ausgesetzt. Nachdem das Gemeindegebiet städtebaulich deutlich weniger touristisch überprägt ist, wie manch anderer Ort der Region, ist es ein großes Anliegen der Bürger und der Gemeinde, dieses Ortsbild zu erhalten und die touristische Entwicklung dennoch nicht auszubremsen.

 

Die Siedlungsentwicklung im staatlich anerkannten Erholungsort bewegt sich demnach immer im Spannungsfeld zwischen nachhaltiger Siedlungsentwicklung, Tourismus, Ökologie und Landwirtschaft. Städtebaulich attraktive Lagen zur Wohnbauentwicklung befinden sich oft in Überschwemmungsbereichen, schwer bebaubaren Hanglagen oder sind anderweitig mit Restriktionen behaftet. Dies gilt zum Beispiel für die beiden großräumig ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiete, die das gesamte Gemeindegebiet von Gmund umfassen. Im Rahmen der Flächennutzungsplanfortschreibung mussten vor allem für Wohn- und Gewerbegebietsentwicklungen Teilflächen aus den Schutzgebietsdarstellungen herausgenommen werden. Die Beantragung dieser Änderung der Schutzgebietsverordnungen war Teil der Planungsleistung.

 

Ein zentrales Thema der Planungen war auch die außerordentlich hohe Verkehrsbelastung des Hauptortes. Im Zuge der Planungswerkstatt wurden diverse Leitbilder und Zielvorgaben formuliert, wie die Belastung der Anwohner mit Mitteln der Gemeinde verringert werden kann. Hierzu zählen vor allem auch der Ausbau des ÖPNV sowie des Radwegenetzes aber auch die weitere Darstellung eines Suchraums für eine mögliche Westumfahrung.

 

Neben den klassischen planerischen Aufgaben der Flächennutzungs- und Landschaftsplanung wurde in Gmund ein umfangreicher Bürgerbeteiligungsprozess durchgeführt, der über die Dauer von mehr als einem Jahr in Form von Klausurtagung, Exkursion und Workshops eine große Menge an Informationen und Leitzielen der Bürger und Gemeinderäte erbrachte.