Auftraggeber: Gemeinde Rammingen
Projektgebiet: ca. 6.000 m²
Bearbeitungs-/Realisierungszeitraum: 2012 bis 2014

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Impressionen

 

Projektbeschreibung

Ziel der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist die Erreichung eines „guten ökologischen Zustands“ aller Gewässer bis 2015. Der Wörthbach ist ein Gewässer III. Ordnung, dessen Unterhaltungspflicht somit bei der Gemeinde liegt. Er ist bisher in seiner Struktur ein nicht unproblematisches Gewässer. An der Querung mit der B 18 bei Kirchdorf wird das gesamte gereinigte Abwasser aus der Kläranlage Bad Wörishofen in den Wörthbach eingeleitet. Der Zustand des Wörthbachs in Rammingen war im zu renaturierenden Teilstück auch hinsichtlich seiner gewässerökologischen Situation nicht gut: Die Ufer waren steil ausgebildet und längs befestigt, das Bachbett war bis zu 1,5 m unter dem Gelände eingetieft, es bestand eine Sohlschwelle und einige Meter bachabwärts die Einmündung eines Regenwasserkanals zur Einleitung von Quell- und Regenwasser. Oberhalb der Sohlschwelle am Rand des Projektgebietes befindet sich eine Brücke zur Überquerung des Wörthbachs.
Es bedurfte deshalb einer höchstmöglichen, nachhaltigen Verbesserung, um dem Ziel der WRRL zu entsprechen: dem ökologischen Ausbau des Fließgewässer zur Wiederherstellung der ökologischen Leistungsfähigkeit, einer Erneuerung der Gewässerdurchgängigkeit, der Ermöglichung des Mäandrierens des Bachlaufs und einem ausgeweiteten Querschnitt (mit Prall- und Gleithang). Die vorhandene Sohlschwelle wurde in eine „Raue Rampe“ mit Steinschwellen umgebaut.

Leistungsumfang

Planungsphase: Ermittlung der Grundlagen und Erstellung eines Grundlagenplanes mit Aufnahme der Bestandssituation und Formulierung von gewässerökologischen Zielen für den Wörthbach in Rammingen. Durchführung hydraulischer Berechnungen für die korrekte Planung und Umsetzung der Maßnahmen.

Umsetzungsphase: Ausführungsplanung, Objektüberwachung, Betreuung und Dokumentation des gewässerökologischen Um- und Ausbaus.

 

Vorgehensweise

1. Geländebegehungen zur Aufnahme und Bewertung des Bestands
2. Erstellung eines Bestandsplans mit Darstellung der Bestandsstrukturen und Nutzungen
3. Erarbeitung eines Leitbildes für den Wörthbach im Untersuchungsabschnitt
4. Ableitung entsprechender Maßnahmen und Erstellung eines Maßnahmenplans im Rahmen des Gewässerentwicklungskonzeptes zum ökologischen Gewässerausbau
5. Erstellen von Detailplänen
6. Baubegleitung