Auftraggeber: Stadt Landsberg am Lech 
Projektgebiet: Industrie- und Gewerbepark Frauenwald Landsberg
Bearbeitungs-/Realisierungszeitraum: 2010 bis 2013

 

Projektbeschreibung

Im Zuge der Planungen zum Industrie- und Gewerbepark „Frauenwald IV“ wurde eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt, in deren Ergebnis diverse Auflagen zum Umgang mit gefährdeten Arten im Plangebiet festgelegt wurden (CEF- sowie Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen). Im Jahr 2010 wurden wir durch die Stadt Landsberg am Lech mit der Durchführung und Dokumentation dieser artenschutzrechtlichen Auflagen beauftragt.

Im Rahmen der Durchführung und Dokumentation der festgesetzten Maßnahmen mussten unter anderem drei Ameisennester fachgerecht umgesetzt und die Umsetzung fotografisch dokumentiert werden. Die Ameisenvölker wurden hierzu fachkundig in dafür geeigneten Tonnen in den etwa drei Kilometer entfernten Oberen Stadtwald verbracht und dort zusammen mit ihren Königinnen wieder in geeigneten und eigens dafür vorbereiteten Nestern ausgesetzt. Während dieser  Umsiedlungsarbeiten wurden ebenfalls vier Ameisennester im Bereich des Bebauungsplans „Frauenwald II“ umgesetzt. Für die Umsiedlung lag eine Ausnahmegenehmigung der Regierung von Oberbayern vor.

Weiterhin wurden alle im Eingriffsgebiet befindlichen Höhlenbäume in einen 50 m breiten dafür vorgesehenen Streifen am Waldrand verbracht und dort senkrecht befestigt, um kontinuierlich Naturhöhlen für Fledermäuse und Bruthöhlen für Vögel im direkten Umfeld zu gewährleisten.

Ein halbes Jahr nach der Umsiedlung hatte ein Ameisenvolk sein Nest um etwa 20 m verlegt - alle umgesetzten Völker waren jedoch noch anzutreffen. Von einer erfolgreichen Umsetzung kann also ausgegangen werden.