Auftraggeber: LEW Verteilnetz GmbH
Projektgebiet: Im Westen der Stadt Weißenhorn, Landkreis Neu-Ulm
Bearbeitungs-/Realisierungszeitraum: 2016

 

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Abb.: Ausschnitt aus dem Lageplan mit Fachausweisungen

 

Projektbeschreibung

Die LEW Verteilnetz GmbH plant den Neubau des Mastes Nr. 31/3a innerhalb der 110-kV-Hochspannungs-Freileitung 53002 zwischen den Bestandsmasten 31/3 und 31/2 nahe dem Umspannwerk (UW) Weißenhorn, um die geplante Ausweisung von Gewerbeflächen der Stadt Weißenhorn, die im von der Hochspannungsfreileitung überspannten Bereich liegen, zu ermöglichen. Um die notwendigen gesetzlichen Unterbauungshöhen für den in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan „Birkholz“ einhalten zu können, ist die Erhöhung der Bestandsleitung 53002 und damit der zusätzliche Masteinbau in die Leitung notwendig. Der Neubau des 110-kV-Mastes Nr. 31/3a als Tragmast innerhalb der Bestandsleitung soll im Zuge eines Anzeigeverfahrens nach § 43 f EnWG als „Unwesentliche Änderungen“ bei der Regierung von Schwaben genehmigt werden. Für die Erstellung der Antragsunterlagen wurde das Büro LARS consult von der LEW beauftragt. Die Unterlagen für das Anzeigeverfahren nach § 43 f EnWG bestehen aus:

 

  • Allgemeinem Erläuterungsbericht
  • UVP-Vorprüfung
  • Landschaftspflegerischem Begleitplan (LBP, Text und Plan)
  • Zusätzlichen Plänen der LEW Verteilnetz GmbH

 

Der zusätzliche Mast wird ca. 1,5 bis 2,5 m höher gegenüber den beiden ost- und westseitig angrenzenden Bestandsmasten Nr. 31/3 und Nr. 31/2 sein und stellt neben den geringen Eingriffen in die Schutzgüter Arten und Lebensräume sowie Boden vor allem eine zusätzliche Belastung für das Landschaftsbild dar.

Laut LBP ergibt sich durch das Vorhaben unter Berücksichtigung der vorgesehenen Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen ein Kompensationsbedarf im Sinne des § 15 Abs. 2 BNatSchG. Zum einen sind Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes zu erwarten, die gemäß Anlage 5 Spalte 2 der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) mit 1.100 Euro Ausgleichszahlung kompensiert werden können. Für die Beeinträchtigung von Arten und Lebensräumen wird ein Kompensationsbedarf von 20 Wertpunkten notwendig. Die LEW ist im Besitz eines Ökokontos, das entsprechend der in der Vergangenheit gültigen Praxis zur naturschutzfachlichen Eingriffsregelung noch über den Flächenansatz (also in m²) geführt wird. Im Zuge der Einführung der BayKompV wird der Vorhabensträger dieses Ökokonto entsprechend der neuen rechtlichen Vorgaben in ein Wertpunkte-Konto überführen. Diese Überführung vom bisher gültigen Flächenansatz in Wertpunkte gemäß BayKompV ist derzeit durch das Büro LARS consult in Bearbeitung. Sobald dies erfolgt ist, kann der notwendige Bedarf von 20 Wertpunkten für das geplante Vorhaben dann von diesem Ökokonto abgebucht werden.

 

 

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Abb.: Ausschnitt aus dem kombinierten Bestands-, Konflikt- und Maßnahmenplan

 


Der Prüfkatalog zur standortbezogenen Vorprüfung der UVP-Pflicht kommt zu dem Ergebnis, dass die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung nicht für erforderlich gehalten wird. Das Gesamtvorhaben berührt keine besonders empfindlichen Landschaftsräume. Negative Auswirkungen des Vorhabens für die Umwelt werden durch die entsprechenden Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen nahezu ausgeschlossen.

 

Leistungsumfang

  • Allgemeiner Erläuterungsbericht
  • UVP-Vorprüfung
  • Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP, Text und Plan)
  • Zusammenstellen der Antragsunterlagen für das Anzeigeverfahren nach § 43 f EnWG
  • Beteiligung der relevanten Träger öffentlicher Belange