Auftraggeber: Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt
Projektgebiet: Donau östlich von Ingolstadt, zw. Vohburg und Pförring
Bearbeitungs-/Realisierungszeitraum: Januar/Februar 2015

 

Projektbeschreibung

Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht mussten vom WWA Ingolstadt ca. 70 überalterte Hybridpappeln gefällt werden. In den morschen und instabilen Bäumen können sich Höhlen, Astlöcher und Ausfaulungen befinden, die Fledermäusen und Vögeln als Quartiere dienen. Nach § 44 BNatschG ist es verboten besonders geschützte Arten zu verletzen oder zu töten bzw. ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten zu zerstören. Darüber hinaus dürfen streng geschützte Arten und europäischen Vogelarten nicht erheblich gestört werden. Zur Vermeidung dieser Verbotstatbestände müssen Bäume mit potentiellen Quartieren dieser Arten im Zuge der ökologischen Baubegleitung vor der Fällung kontrolliert werden.

 

Während der Voruntersuchung wurden vom Boden aus die zu fällenden Bäume mit dem Fernglas nach potentiellen Quartieren abgesucht. Bäume mit entsprechenden Habitatstrukturen wurden anschließend von einem Baumkletterer bestiegen und auf Fledermäuse und Vögel hin kontrolliert. Schwer einsehbare Höhlen und Spalten wurden mit der Endoskopkamera untersucht.

 

Ergebnisse: 

13 % der untersuchten Bäume wiesen Strukturen auf, die sich als Fortpflanzungs- bzw. Winterquartiere eigneten. Nachweise entsprechender Arten konnten allerdings nicht erbracht werden. Somit konnte ein Verstoß nach § 44 BNatschG ausgeschlossen und die Bäume gefällt werden.

 

 

 

 

Leistungsumfang

  • Voruntersuchung vom Boden aus mit dem Fernglas
  • Kontrolle potentieller Habitastrukturen mit dem Endoskop durch einen Baumkletterer
  • Bericht mit Ableitung artenschutzrechtlicher Maßnahmen