Auftraggeber: Fa. Gustav Wager GmbH & Co. KG
Projektgebiet: Kiesabbaugebiet "Am Spatzengässle" (Gesamtabbaufläche ca. 9,98 ha)
Bearbeitungs-/Realisierungszeitraum: 2014
 

Leistungsumfang

  • spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP)
  • Abbauplanung mit Plangenehmigungsverfahren nach § 67 ff des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) auf Basis eines hydrogeologischen Gutachtens
  • Ausgleichsflächenkonzeption und Eingriffsregelung nach § 15 BNatSchG
  • Rekultivierungsplanung nach ökologischen Gesichtspunkten

 

Projektbeschreibung

Die Fa. Gustav Wager GmbH & Co. KG baut bereits seit 1962 Kies im Donauried ab. Seit längerer Zeit betreibt sie zudem einen Nasskiesabbau nahe dem Gut Helmeringen (ca. 2km südlich der Stadt Lauingen), dessen Umgriff in den Jahren 2008 und 2009 sukzessive erweitert wurde. Im Jahr 2014 stand eine erneute Erweiterung des Abbaugebietes in Richtung Nordwesten um ca. 10 ha an.

 

 

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Abb.: Luftbild mit Darstellung der geplanten Abbaufläche
 Abb.: Bestandsfoto geplantes Abbaugebiet

 

 

Da im Rahmen des Abbaus "Am Spatzengässle" zumindest temporär neue Gewässer entstehen, war für den Abbau eine Plangenehmigung nach § 67 ff des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) notwendig. Auf Basis eines für die Antragsstellung durchgeführten hydrogeologischen Gutachtens (Geo+Plan Geotechnik GmbH) wurde die Abbauplanung und das Nachfolgenutzungskonzept durch LARS consult erarbeitet.

Der zugehörige Erläuterungsbericht beschreibt und bewertet die Bestandsituation der Schutzgüter "Arten und Lebensräume", "Geologie und Boden", "Wasser", "Klima und Luft" sowie "Landschaftsbild" und trifft Aussagen über mögliche Auswirkungen durch den Kiesabbau. Desweiteren formuliert er Maßnahmen zur Vermeidung und Minimierung des geplanten Eingriffes sowie Rekultivierungsmaßnahmen nach erfolgter Kiesentnahme.

 

Zur Renaturierung des Gebietes nach dem Abbau wird das Gebiet zu etwa einem Drittel mit grundwasserunschädlichem Material wiederverfüllt. Dies dient der Anlage und Entwicklung von ökologisch wertvollen Feuchtwiesen, Flachwasserzonen und sonstigen Habitatstrukturen. Die restlichen zwei Drittel der Abbaufläche bleiben als Landschafts- bzw. Natursee ohne intensive Nutzung erhalten.

 

Neben den geplanten Rekultivierungsmaßnahmen wird im Rahmen der Eingriffsregelung nach § 15 BNatSchG als Ausgleich im unmittelbaren Umfeld des Abbaugebietes ein extensiver Acker angelegt, der der Feldlerche als Bruthabitat dient.

 

 

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Abb.: Ausschnitt aus dem Abbauplan
 Abb.: Ausschnitt aus dem Rekultivierungsplan