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Flyer 'Telemetrische Dauererfassung' (PDF-Download)

 

 

Telemetrische Dauererfassung - die kostengünstige Methode zur Raumnutzungsanalyse von Fledermäusen und Vögeln

 

Warum Telemetrische Dauererfassung?

Im Rahmen von Planungsvorhaben sind gemäß §44 BNatSchG häufig umfangreiche Untersuchungen zur Raumnnutzung notwendig um die Eingriffsschwere beurteilen zu können. Vor allem besonders geschützte Arten, wie z. B. Fledermäuse, stehen im Fokus der Untersuchungen. Bei der herkömmlichen Telemetrie-Methode wird hierzu ein besendertes Tier von einer Person mittels Funkempfänger verfolgt. Dies bedeutet einen hohen personellen und zeitlichen Aufwand bei einer sehr geringen Stichprobengröße.

 

telemetrische-dauererfassung-von-fledermaeusenProblemlösung durch automatisierte kontinuierliche Dauererfassung:

Bei der automatischen Telemetrischen Dauererfassung werden zeitgleich mehrere Tiere mit Funksendern ausgestattet. Eine stationär eingerichtete Empfangsanlage, bestehend aus Datalogger und bis zu vier Antennen, zeichnet kontinuierlich die gesendeten Signale digital auf, erhöht so die verwertbare Datenmenge um ein Vielfaches gegenüber der herkömmlichen Methode und erlaubt die Generierung statistisch belastbarer Ergebnisse.


Mit Einsatz dieser Technik verringert sich gleichzeitig der personelle Stundenaufwand im Gelände und macht die Methode so deutlich kostengünstiger.


 

 

Die Vorteile der Telemetrischen Dauererfassung von Wildtieren im Überblick

+ Geringerer Stundenaufwand als bei der herkömmlichen Telemetrie

+ Daraus resultierend geringere Kosten

+ Kontinuierliche Abdeckung des Untersuchungsgebietes

+ Beste Abdeckung des Untersuchungsgebietes durch flexible Aufstellung von Datalogger und Antennen

+ Bestens geeignet für Strecken- und Punktüberwachung

+ Deutliche Erhöhung des Stichprobenumfangs

+ Generierung statistisch belastbarer

+ Ergebnisse Dokumentation von Flugrouten, Jagdräumen, Aktivitäts- und Verhaltensmustern

+ Erfassung verschiedenster Tiergruppen möglich (Fledermäuse, Vögel)

 

 

Methode und Vorgehensweise

Zur Besenderung der Tiere werden diese mit gängigen Methoden gefangen – im Fall der Fledermäuse bietet sich der Einsatz von Japan-Netzen an. Die Sender können je nach Aufgabenstellung, zu untersuchender Art und Ausdehnung des Untersuchungsgebietes  in Größe, Gewicht und Befestigungstechnik variieren. Das Gewicht eines Senders sollte maximal 5% des Eigengewichtes des besenderten Tieres besitzen. Die Lebensdauer bespielsweise eines Senders mit Gewicht 0,31 Gramm liegt abhängig von der Signalfrequenz bei bis zu 94 Tagen.

 

Beim Fangen und Besendern mehrerer Tiere gleichzeitig wird besonderes Augenmerk auf kurze Fangzeiten gelegt, um die Tiere geringstmöglichem Stress auszusetzen. Zum Einsatz kommen hier in der Regel zwei parallel arbeitende Spezialisten-Teams.

 

 

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Kodierte Sender zur Erfassung von bis zu 200 Tieren

Die Kodierung der Sender macht die individuelle Erfassung aller bestückten Tiere möglich. Theoretisch ist so eine zeitgleiche Überwachung von bis zu 200 Tieren möglich – in der Praxis hat sich eine Anzahl von 20 bis 30 Tieren bewährt, um überlappende Empfangssignale zu vermeiden. Als Ergebnis der Messungen kann eine statistisch belastbare Raumnutzungsanalyse über das Untersuchungsgebiet erstellt werden. Hierzu werden im Büro die empfangenen Signale ausgewertet und Flugrouten, -aktivitäten sowie -muster herausgearbeitet.

 

Automatische, kontinuierliche Signalaufzeichnung

Der Signalempfang erfolgt über stationäre Empfangsanlagen. Jede Anlage besteht aus ein bis zwei Dataloggern mit bis zu vier Antennen. Die zum Einsatz kommenden Datalogger besitzen eine Speicherkapazität von mehr als 250.000 Einträgen und operieren im Frequenzbereich 4 MHz. Bei Einsatz von zwei Anlagen mit sich überlagernden Empfangsbereichen sind Kreuzpeilungen und Verortungen einzelner Tiere möglich. Auf Wunsch können ergänzend zur Telemetrischen Dauererfassung auch manuelle Telemetrieerfassungen zu denselben Sendern durchgeführt werden. Der große Vorteil der automatisierten Signalaufzeichnung liegt in einer kontinuierlichen und vollständigen Abdeckung des Untersuchungsgebietes bei gleichzeitig geringerem Personaleinsatz und Stundenaufwand durch Fachpersonal.

 

 

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